Schulungsmodul 3 · Prompten

Wie man KI
richtig anspricht

Vom ersten einfachen Satz bis zum professionellen Framework. Schritt für Schritt, mit fertigen Vorlagen für die Beratungspraxis.

Das Grundprinzip Prompt aufbauen Frameworks Prompt-Bibliothek Profi-Tricks Probleme lösen

Bevor ihr anfangt

Was ist ein Prompt – und warum ist er so wichtig?

Ein Prompt ist alles, was ihr einer KI schreibt. Klingt simpel – aber die Qualität des Ergebnisses hängt fast vollständig davon ab, wie ihr fragt. Dieselbe KI gibt auf unterschiedliche Fragen völlig unterschiedliche Antworten.

💡
Die wichtigste Erkenntnis

KI ist kein Suchfeld. Sie ist ein hochintelligenter Mitarbeiter, der genau das umsetzt, was ihr beschreibt – nicht mehr und nicht weniger. Je präziser ihr den Kontext, das Ziel und das gewünschte Format erklärt, desto besser das Ergebnis. Unklare Eingabe → mittelmäßige Ausgabe.

❌ Schlechter Prompt

„Schreib mir ein Angebot."

Die KI weiß nicht: Für wen? Welche Leistung? Welcher Ton? Welches Format? → Generisches Ergebnis, das ihr komplett überarbeiten müsst.

✓ Guter Prompt

„Du bist ein erfahrener Unternehmensberater. Schreib ein einseitiges Angebot für einen mittelständischen Maschinenbauer (150 Mitarbeiter) zur Einführung eines KI-gestützten Wartungssystems. Ton: professionell, direkt. Format: Problemstellung, Lösung, Preis offen lassen."

Der Einstieg

Einen Prompt Schritt für Schritt aufbauen

Startet mit dem einfachsten Einstieg – und baut dann aus. Jede Stufe verbessert das Ergebnis spürbar.

1
Die Aufgabe beschreiben

Der absolut minimale Einstieg. Sagt was ihr wollt. Schon das ist besser als Google.

„Fasse diesen Text zusammen."
2
+ Kontext hinzufügen

Worum geht es? Wer ist beteiligt? Welcher Hintergrund ist wichtig? Mehr Kontext = besseres Ergebnis.

„Fasse diesen Text zusammen. Es geht um ein Beratungsprojekt zur Prozessoptimierung in einem Logistikbetrieb."
3
+ Eine Rolle geben

KI verhält sich wie die Rolle, die ihr ihr gebt. „Du bist ein …" transformiert den Output komplett.

„Du bist ein erfahrener Unternehmensberater mit Schwerpunkt Logistik. Fasse diesen Text zusammen …"
4
+ Zielgruppe und Ton angeben

Für wen ist das Ergebnis? Welcher Ton passt? Technisch, einfach, formell, direkt?

„… Die Zusammenfassung ist für den Geschäftsführer gedacht, der keine Zeit für Details hat. Ton: direkt und auf den Punkt."
5
+ Format vorgeben

Wie soll das Ergebnis aussehen? Fließtext, Aufzählung, Tabelle, Anzahl Punkte, maximale Länge?

„… Format: maximal 5 Stichpunkte, darunter ein Satz Handlungsempfehlung."
6
+ Beispiele geben (optional, aber wirkungsvoll)

Zeigt der KI ein Beispiel für das gewünschte Ergebnis. Das kalibriert Ton, Struktur und Tiefe wie nichts anderes.

„… Beispiel für eine gute Zusammenfassung: ‚Das Projekt hat drei Kernprobleme: X, Y, Z. Empfehlung: Priorität auf X legen.' Ähnlich formuliert, bitte."
🔁
Der Prompt-Optimierungs-Trick

Wenn ihr noch nicht wisst, wie ein guter Prompt aussehen soll: fragt die KI selbst. Schreibt: "Ich möchte [Ziel erreichen]. Optimiere diesen Prompt in Struktur und Aufbau und führe ihn dann aus: [euer grober Prompt]" – die KI verbessert euren eigenen Prompt und nutzt ihn gleich.

🔨 Prompt-Baukasten – vollständiges Beispiel

So sieht ein vollständig aufgebauter Beratungs-Prompt aus

RolleWer ist die KI?
Du bist ein erfahrener Unternehmensberater mit 15 Jahren Erfahrung in der Restrukturierung mittelständischer Industriebetriebe.
AufgabeWas soll sie tun?
Schreibe ein einseitiges Executive Summary für ein Angebot zur Prozessoptimierung in der Fertigung.
KontextWas ist der Hintergrund?
Der Kunde ist ein Maschinenbauer mit 200 Mitarbeitern, kämpft mit Lieferverzögerungen (Ø 8 Tage) und einer Ausschussquote von 4,2 %. Bisherige Optimierungsversuche sind gescheitert.
ZielgruppeFür wen?
Geschäftsführer und CFO – beide technikaffin aber zeitarm. Entscheidung innerhalb von 48 Stunden erwartet.
FormatWie soll's aussehen?
3 Abschnitte: 1. Ausgangslage (2 Sätze), 2. Unser Ansatz (3 Stichpunkte), 3. Erwartetes Ergebnis (mit konkreten Zahlen). Maximal 250 Wörter. Professionell, direkt, kein Fachjargon.
EinschränkungenWas soll NICHT?
Keinen Preis nennen. Keine Buzzwords wie „Synergie" oder „disruptiv". Noch keine konkreten Zeitpläne versprechen.
→ Ergebnis dieses Prompts

Ein präzises, maßgeschneidertes Executive Summary – kein generischer Text, den ihr noch stundenlang überarbeiten müsst. Die KI kennt Rolle, Kontext, Zielgruppe, Format und Grenzen.

Strukturierte Methoden

Prompt-Frameworks – wann welches?

Frameworks sind Schablonen für wiederkehrende Prompt-Typen. Ihr müsst nicht alle kennen – ein oder zwei reichen für den Einstieg. Die wichtigsten für die Beratung sind RISEN und CO-STAR.

RISEN

Das Beratungs-Framework

Empfehlung für Einsteiger
R
Role – RolleWelche Rolle soll die KI einnehmen?
I
Input – EingabeWas sind die Ausgangsdaten / der Kontext?
S
Steps – SchritteWie soll die KI vorgehen?
E
Expectation – ErwartungWas ist das gewünschte Ergebnis?
N
Narrowing – EinschränkungWas soll NICHT im Ergebnis sein?
Beratungs-Beispiel

R: Du bist Strategieberater. I: Unser Kunde verliert Marktanteile an günstigere Konkurrenz. S: Analysiere zuerst mögliche Ursachen, dann entwickle 3 Gegenstrategien. E: Entscheidungsvorlage für den Vorstand. N: Keine langfristigen Maßnahmen über 2 Jahre."

CO-STAR

Für komplexe Texte

Ideal für Berichte & Kommunikation
C
Context – KontextHintergrundinformationen zur Situation
O
Objective – ZielWas soll konkret erreicht werden?
S
Style – StilSchreibstil, Ton, Formalität
T
Tone – TonalitätEmotional: empathisch, sachlich, motivierend?
A
Audience – ZielgruppeFür wen genau wird geschrieben?
R
Response – AntwortformatLänge, Struktur, Format des Outputs
Beratungs-Beispiel

C: Restrukturierungsprojekt läuft 3 Monate, 20 % der Stellen entfallen. O: Mitarbeiter-E-Mail zu den Veränderungen. S: Klar und verständlich, kein Unternehmens-Jargon. T: Empathisch, ehrlich, zuversichtlich. A: Produktionsmitarbeiter ohne akademischen Hintergrund. R: Max. 300 Wörter."

RTF

Der Schnell-Prompt

Für einfache, schnelle Aufgaben
R
Role – RolleKurz: wer ist die KI?
T
Task – AufgabeWas genau soll getan werden?
F
Format – FormatWie soll das Ergebnis aussehen?
Beratungs-Beispiel

R: Du bist ein erfahrener Lektor. T: Korrigiere folgenden Angebotstext auf Grammatik, Stil und fehlende Kommas. F: Korrigierten Text zurückgeben, Änderungen in eckigen Klammern markieren."

CoT

Chain of Thought

Für Analysen & Entscheidungen
Schritt-für-Schritt denken lassenKI explizit bitten, den Denkweg zu zeigen
Zwischenschritte sichtbar machenErhöht Qualität bei komplexen Aufgaben erheblich
Fazit erst am SchlussKI kommt zu besseren Schlüssen wenn sie erst analysiert
Schlüsselphrasen

„Denke Schritt für Schritt …" · „Erkläre deinen Denkweg, bevor du zur Schlussfolgerung kommst …" · „Analysiere zuerst alle Faktoren, dann empfehle …"

PERSONA

Rollen-Prompting

Für Perspektivwechsel & Kritik
Gegner-Perspektive einnehmen lassenStärkt Argumente durch kritische Gegenpositionen
Experten-Rolle simulierenAnwalt, Buchhalter, Ingenieur – je nach Aufgabe
Bekannte Person als Vorbild„Schreibe wie McKinsey" · „Im Stil von Simon Sinek"
Beratungs-Beispiel

„Nimm die Perspektive des kritischsten Vorstandsmitglieds ein und liste alle Einwände auf, die gegen diesen Strategievorschlag sprechen könnten. Sei dabei so kritisch wie möglich."

ITER

Iteratives Prompten

Kein perfekter Prompt nötig
1
Erst grob anfangenErster Entwurf – kein perfekter Prompt nötig
2
Ergebnis bewertenWas fehlt? Was ist falsch? Was ist gut?
3
Präzisieren„Mach Punkt 2 länger" · „Ändere den Ton zu formeller"
4
Wiederholen bis gut3–5 Iterationen sind normal und gewollt
Typische Folge-Prompts

„Mach das kürzer" · „Formuliere professioneller" · „Füge ein konkretes Beispiel hinzu" · „Schreibe Punkt 3 komplett neu, fokussierter auf ROI"

🎯
Welches Framework für Einsteiger?

Fangt mit RISEN an – es deckt alle wichtigen Elemente ab und ist leicht zu merken. Für schnelle Alltagsaufgaben reicht RTF. Wenn ihr merkt, dass Texte nicht den richtigen Ton treffen, wechselt zu CO-STAR. Chain of Thought und Persona kommen, wenn ihr mehr Kontrolle über Analysen und Perspektiven wollt.

Sofort einsatzbereit

Prompt-Bibliothek für die Beratungspraxis

Alle Prompts sind direkt kopierbereit. Die kursiven Teile in [eckigen Klammern] ersetzt ihr durch eure eigenen Informationen. Klick auf einen Prompt kopiert ihn in die Zwischenablage.

📄 Angebot
Executive Summary erstellen
„Du bist ein erfahrener Unternehmensberater. Schreibe ein einseitiges Executive Summary für ein Angebot an [Kundenname, Branche, Größe]. Das Hauptproblem des Kunden ist [Problem]. Unser Ansatz: [Ansatz]. Format: Ausgangslage, Lösung, Ergebnis. Max. 250 Wörter."
💡 Tipp: Vorher Kunden-Notebook in NotebookLM öffnen, dann Gemini damit verbinden.
📄 Angebot
Angebotsstruktur aus Briefing ableiten
„Du bist Unternehmensberater. Analysiere folgendes Kundenbriefing und erstelle daraus eine Gliederung für ein Beratungsangebot: Problemstellung, Ziele, Leistungsbausteine, Abgrenzung, nächste Schritte. Briefing: [Text einfügen]"
💡 Funktioniert sehr gut, wenn ihr Meeting-Notizen einfügt.
📄 Angebot
Einwände antizipieren
„Nimm die Rolle des kritischsten Entscheiders beim Kunden ein. Unser Angebot: [Beschreibung]. Liste alle Einwände auf, die er haben könnte. Dann: schlage für jeden Einwand eine Gegenargumentation vor."
💡 Vor jedem wichtigen Pitch ausführen.
🔍 Recherche
Branchenüberblick vor Erstgespräch
„Erstelle ein Branchen-Briefing für [Branche] in Deutschland (2025). Inhalte: wichtigste Trends, Herausforderungen, typische KPIs, größte Marktteilnehmer, was bewegt Entscheider aktuell. Max. eine A4-Seite."
💡 Ideal in Perplexity oder ChatGPT mit Web-Suche ausführen.
🔍 Recherche
Wettbewerber analysieren
„Analysiere folgende Wettbewerber: [Namen]. Für jeden: Positionierung, Stärken, Schwächen, Preismodell, Zielkunden. Abschließend eine Vergleichstabelle."
💡 Mit Perplexity Deep Research für aktuelle Daten nutzen.
🎙 Meeting
Protokoll aus Notizen erstellen
„Du bist Protokollant. Erstelle aus folgenden Stichworten ein strukturiertes Protokoll. Format: Datum, Teilnehmer, besprochene Punkte, Beschlüsse, offene Aufgaben mit Verantwortlichem. Stichwörter: [Notizen]"
💡 Stichworte reichen – keine vollständigen Sätze nötig.
🎙 Meeting
Agenda für Kundentermin erstellen
„Erstelle eine Agenda für ein [Dauer]-Meeting. Ziel: [Ziel]. Teilnehmer: [Rollen]. Zu besprechende Punkte: [Themen]. Format: nummeriert, mit Zeit, Moderator und gewünschtem Ergebnis je Punkt."
💡 Vor jedem strukturierten Kundentermin ausführen.
✍️ Kommunikation
Sensible Mitarbeiterkommunikation
„Du bist Experte für interne Kommunikation. Schreibe eine Mitarbeiter-E-Mail zum Thema [Thema]. Ton: ehrlich, empathisch, klar. Zielgruppe: Mitarbeiter ohne akademischen Hintergrund. Max. 300 Wörter. Am Ende: Ansprechpartner und nächste Schritte."
💡 Für heikle Themen: Claude verwenden (beste Nuancen bei Sprache).
✍️ Kommunikation
LinkedIn-Post aus Projektergebnis
„Du bist B2B-Social-Media-Experte. Schreibe 3 LinkedIn-Post-Varianten zu: [Projektergebnis, kein Kundenname]. Variante 1: sachlich. Variante 2: Story. Variante 3: provokante These. Je max. 200 Wörter, mit Frage am Ende."
💡 Drei Varianten wählen lassen – dann die beste nehmen und verfeinern.
📊 Analyse
SWOT-Analyse erstellen
„Erstelle eine SWOT-Analyse für [Unternehmen/Branche]. Grundlage: [Informationen]. Je Kategorie 4–6 Punkte mit Erklärung. Abschluss: Top-3-strategische Empfehlungen."
💡 Mit NotebookLM-Quellen als Input für quellenbasierte Analyse.
📊 Analyse
Entscheidungsmatrix aufbauen
„Erstelle eine Entscheidungsmatrix für: [Frage]. Optionen: [1, 2, 3]. Kriterien: [Kriterien]. Gewichte die Kriterien (100 %), bewerte je Option 1–5, zeig das Ergebnis als Tabelle."
💡 Für Investitionsentscheidungen und Toolauswahl sehr wirksam.
📧 E-Mail
Follow-up nach Kundengespräch
„Schreibe eine Follow-up-E-Mail nach einem Kundengespräch. Kontext: [Inhalt]. Empfänger: [Name, Position]. Ziel: Besprochenes zusammenfassen, nächste Schritte festhalten. Ton: professionell, freundlich. Max. 200 Wörter + Betreff."
💡 Noch am selben Tag – während der Kontext frisch ist.
📧 E-Mail
Akquise-E-Mail (Kaltakquise)
„Schreibe eine persönliche Akquise-E-Mail an [Name, Position, Unternehmen]. Unser Angebot: [Beschreibung]. Relevanz: [warum relevant für ihn?]. Ziel: 20-Minuten-Termin. Ton: persönlich, nicht aufdringlich. Max. 150 Wörter + Betreff."
💡 Relevanz-Teil ist entscheidend – je spezifischer, desto besser.

Fortgeschrittene Techniken

Profi-Tricks für bessere Ergebnisse

Diese Techniken machen den Unterschied zwischen guten und sehr guten Ergebnissen. Alle sind sofort anwendbar.

🎯

Erst den Prompt optimieren lassen

Schreibt zuerst: "Optimiere diesen Prompt in Struktur und Aufbau und führe ihn dann aus:" – davor euren rohen Gedanken. Die KI verbessert ihn selbst und nutzt die verbesserte Version.

KI rückfragen lassen

Fügt ans Ende hinzu: "Bevor du antwortest: welche Informationen brauchst du noch von mir, um das bestmöglich zu lösen?" – die KI holt sich selbst den fehlenden Kontext.

📐

Format explizit erzwingen

Wenn immer wieder das falsche Format kommt: "Antwort NUR als Tabelle", "Antwort NUR als nummerierte Liste", "Kein Fließtext, nur Stichpunkte". Klare Negativ-Anweisungen wirken stark.

🔄

Mehrere Varianten anfordern

Fast immer sinnvoll: "Schreibe 3 verschiedene Versionen: eine formell, eine locker, eine provokant." Aus drei Versionen die beste wählen ist schneller als eine Version endlos zu verfeinern.

🧩

Komplexe Aufgaben aufteilen

Zu viel auf einmal → mittelmäßiges Ergebnis. Besser: Aufgabe in Teile zerlegen. Erst Gliederung, dann Abschnitt für Abschnitt. Jeder Schritt für sich gibt bessere Ergebnisse als alles auf einmal.

✂️

„Kürze das auf X Wörter"

Die KI neigt zu ausführlichen Antworten. "Fasse das auf maximal 3 Sätze zusammen" oder "Kürze auf die 5 wichtigsten Punkte" erzwingt Präzision und spart enorm Zeit bei der Nachbearbeitung.

🔍

Quellen einfordern

Bei wichtigen Fakten immer: "Nenne die Quellen für diese Aussagen" oder in Perplexity / NotebookLM arbeiten, wo Quellen automatisch mitgeliefert werden. KI kann Fakten erfinden – Quellen helfen beim Check.

🔁

Kontext zwischen Sessions übertragen

KI vergisst alles nach dem Chat. Für wiederkehrende Aufgaben: "Hier ist unser Unternehmenshintergrund: [Text]. Bitte berücksichtige das bei allen weiteren Antworten in diesem Chat." Oder: Gems / Custom GPTs nutzen (Modul 4).

Wenn es nicht klappt

Typische Probleme – und wie ihr sie löst

Fast jeder kennt das: die KI liefert etwas Unbrauchbares. Hier sind die häufigsten Ursachen und direkte Gegenmittel.

😑
Ergebnis ist zu generisch

Der Text könnte für jedes Unternehmen gelten, nichts ist spezifisch.

Lösung

Mehr Kontext liefern: Branche, Unternehmensgröße, konkretes Problem, Namen, Zahlen. Je spezifischer der Input, desto spezifischer der Output.

📝
Zu lang und ausschweifend

Die KI schreibt endlose Texte, obwohl ihr nur drei Sätze wollt.

Lösung

Explizite Längenvorgabe im Prompt: „Max. 200 Wörter", „genau 3 Stichpunkte", „nicht mehr als eine halbe A4-Seite". Und/oder: „Antworte präzise und direkt, ohne Einleitung."

🤖
Klingt wie ein Roboter

Der Text ist korrekt, aber steif und unnatürlich. Niemand würde so reden.

Lösung

Ton explizit beschreiben: „Schreib wie ein erfahrener Kollege, nicht wie ein Unternehmensberater-Template". Oder: Beispielsatz eigenen Schreibstils einbinden: „Schreibe im Stil dieses Beispiels: [Satz]."

💭
KI erfindet Fakten

Zahlen oder Aussagen klingen plausibel, sind aber falsch (Halluzination).

Lösung

Für faktenlastige Aufgaben Perplexity oder NotebookLM nutzen (quellengebunden). Bei Chat-KI: immer Quellen anfordern und kritische Fakten separat verifizieren.

🔄
KI versteht nicht was ich will

Die Antwort geht komplett am Ziel vorbei, obwohl der Prompt klar schien.

Lösung

Den gewünschten Output beschreiben, nicht nur die Aufgabe. Besser: „Das Ergebnis soll so aussehen: [Beispiel]." Oder: KI bitten, die Aufgabe zuerst in eigenen Worten zu wiederholen, bevor sie antwortet.

⚠️
KI verweigert die Aufgabe

„Das kann ich leider nicht" – obwohl die Aufgabe völlig harmlos ist.

Lösung

Kontext erklären: „Dies ist für interne Schulungszwecke" oder „Ich bin Berater und benötige das für …". Oder: Formulierung ändern – manchmal löst ein anders formulierter Prompt das Problem. Verschiedene Tools verhalten sich unterschiedlich.